Für einen Radtag braucht das Gepäck eine Ordnung, die auch beim Bremsen, Schieben und kurzen Anhalten funktioniert. Eine vollgestopfte Tasche kann auf dem Papier alles enthalten und trotzdem unpraktisch sein. Beginnen Sie mit den tatsächlich benötigten Dingen und verteilen Sie sie nach Gewicht und Zugriff. Prüfen Sie anschließend das beladene Rad, nicht nur die Taschen auf dem Boden.
Schweres tief und zuverlässig befestigen
Beachten Sie die zulässigen Lasten von Fahrrad, Gepäckträger und Taschenhalterung. Die niedrigste zutreffende Grenze darf nicht überschritten werden. Bei zwei Seitentaschen wird das Gewicht möglichst ausgewogen verteilt. Eine schwere Flasche auf einer Seite und nur eine Jacke auf der anderen kann das Handling unnötig verändern.
Kontrollieren Sie, ob die Ferse beim Treten an die Tasche stößt. Lenkergepäck darf Lenkbewegung, Bremsleitungen oder Licht nicht behindern. Lose Enden von Riemen werden so gesichert, dass sie auch auf unebenem Boden nicht in die Räder geraten. Ein kurzer Schütteltest im Stand zeigt manchmal bereits, ob ein Haken nicht eingerastet ist.
Nach Zugriff statt nach Kategorien packen
Die Regenjacke liegt dort, wo sie ohne vollständiges Auspacken erreichbar ist. Werkzeug und Ersatzschlauch müssen auffindbar bleiben, auch wenn darüber Proviant liegt. Telefon, Geld und Dokumente können in einem kleinen herausnehmbaren Beutel zusammenbleiben, damit beim Caféhalt nicht jede Tasche einzeln durchsucht wird.
Trennen Sie auslaufsichere Lebensmittel und Flüssigkeiten von empfindlicher Elektronik. Eine zusätzliche wasserdichte Hülle schützt wichtige Dinge, falls ein Verschluss falsch geschlossen wurde oder Wasser beim Öffnen hineinläuft. Der ADFC beschreibt unterschiedliche Taschenformen; welche passt, hängt auch davon ab, ob das Rad einen Gepäckträger besitzt und wie häufig abgestiegen wird.
Beladen eine kurze Runde fahren
Fahren Sie vor dem eigentlichen Start einige Minuten in sicherer Umgebung. Testen Sie langsame Kurven, kontrolliertes Bremsen und das Abstellen. Hebt sich das Vorderrad beim Schieben ungewöhnlich leicht, schwingt eine Tasche oder zieht das Rad auffällig zur Seite, wird die Verteilung korrigiert. Gewöhnen Sie sich nicht erst an einer engen Querung an das veränderte Verhalten.
Für eine Bahnfahrt oder Fähre überlegen Sie zusätzlich, welche Taschen schnell abgenommen werden können. Das Gesamtgewicht beim Tragen oder Schieben zählt dann ebenso wie die Fahrbarkeit. Nehmen Sie lieber ein unnötiges schweres Teil heraus, statt nur eine größere Tasche anzubringen. Nach der Tour lässt sich notieren, was tatsächlich gebraucht wurde. Daraus entsteht eine persönliche Packordnung, die zum eigenen Rad und Ausflugsstil passt.
